Gile de Mufré

Hereinspaziert, Du bist willkommen!

2. Mai 2013
von Gile de Mufré
Keine Kommentare

An Maximilian

Du hast ein Geschenk vom Herrn empfangen,

Welch’ wundervoll und einzigartig ist.

 Zu diesem Geschenk gehören: 1. Schrei, 1. Zahn, 1. Pups, 1. Mal,

 Doch auch die Krankheiten und mancher Mist….

 

 Mit diesem Geschenk wandert man über Jahre,

 Man erforscht die Umwelt, Abenteuer und Lust,

 Die Freunde, die Liebe, das Glück und den Segen

 Und manchmal viel Ärger mit Stress und mit Frust….

 

 Versuch Dein Geschenk mit Würde zu tragen

 Und strahle Dein Licht aufrichtig bei Nacht.

 Du bist aus dem Himmel für die Erde geboren,

 Der Herr schenkte Leben. Gib darauf Acht!

2. Mai 2013
von Gile de Mufré
Keine Kommentare

“Sandmann, lieber Sandmann!”

“Sandmann, lieber Sandmann!”

 Du bist schon wieder da!

 Der kleine Mann mit spitzem Bart

 Streut fleißig Schlafsand mit der Hand.

 

 Ich treff dich nun zum 3. Mal:

 Als Kind bei Gute-Nacht-Geschichte,

 Als Vater, sitzend auf dem Sofa,

 Heut’ liegend – bin halt alter Opa!

 

 Die Gute-Nacht-Geschichte, schau zu

 In meinem Körper steigt die Ruh’

 So schön benebelt, wie nach dem Bier

 Genieße Abend, träume still.

 Beginn zu schnarchen – so ein Glück!

 Mein Sandmann, das ist Künstler-Stück!

 

 Doch plötzlich flieg ich aus dem Traum raus,

 Mein Enkel knipste einfach Fernseher aus

 Und sagt: „Du, lieber alter Opa,

 Schlaf lieber in dem Bett und nicht auf’m Sofa!”

 

 Ich geh’ zu Bett und bin hellwach,

 Der Abendgruß ist längst im Bach,

 Nun liege, kämpfe mit dem Schlaf

 Die ganze lange dunkle Nacht!

 

 Ich warte auf weißen Ruß,

 Auf „Sandmann”-Lied, auf „ Abendgruß”,

 Auf Dich, mein lieber kleiner Mann,

 Vor allem auf Staub - 

 Dein Koks kommt immer an!

2. Mai 2013
von Gile de Mufré
Keine Kommentare

„Mami, Mami!”- ruft ein kleines Kind,

„Mami, Mami!”- ruft ein kleines Kind,

 Es ist so hilflos und weint.

 Du eilst zum Kind, gibst Trost, beruhigt es,

 Du hast schlaflose Nächte und sehr viel Stress…..

 

 „Mutsch, komm nach Hause, ich will spielen!”-

 Zieht dich an der Hand dein Kind.

 Und Du, ganz müde, schleppst in einer Hand Einkaufsbeutel,

 Auf der Schulter schweren Ranzen und nimmst 

 An eine andre Hand dein Grundschulkind.

 So, voll gepackt, mit muntrem Gang versuchst dein Haus zu erreichen.

 

 Und eines Tages hörst du: „Mutter! Du nervst schon wieder!

 Du verstehst doch gar nichts mehr!

 Das Leben ist kein Wunder!

 Stell lieber Essen auf den Tisch, ich habe großes Hunger!”-

 Und Du mit Tränen, still, ganz flink

 Bereitest Abendbrot fürs Kind….

 

„Mama”- sagt leise ein erwachsner Mensch-

 „Bleib hier bei mir!

 Ich habe dir noch so viel zu erzählen!

 Wie schön, dass ich zu dir noch schaffte bei diesem Regen und starkem Wind!”

 …Du liegst ganz leise, wirkst wie ein kleines Kind.

 Bist glücklich, drückst schwach deines Kindes Hand,

 Schließt die Augen zu und 

 Deine Ewigkeit beginnt…..

2. Mai 2013
von Gile de Mufré
Keine Kommentare

Ich möchte ein stolzer Adler sein

Ich möchte ein stolzer Adler sein

 Und segeln hoch in der Luft,

 Auf unsre Erde von oben schauen

 Und atmen der süßen Freiheit Duft.

 

 Ich möchte ein wilder Mustang sein,

 Der mit dem Wind um die Wette ringt,

 Der strotzt vor Kraft und in freier Natur

 Das reine Quellwasser trinkt.

 

 Ich möchte auch ein großer Wal sein

 Und schwimmen im Meer so wie er.

 Die Wunder der Welt in der Tiefe entdecken,

 Sich treiben lassen mal hin und mal her.

 

 Doch Ich bin als Mensch auf die Erde gekommen

 Mit Macht, mit List und mit Gier.

 Als „ Schöpfungsprimus“ hab mein Ego gestillt

 Nach meinem Vorstellungsbild …..

 

 ….. Die Luft ist verpestet, der Wald abgeholzt,

 Das Wasser im Meer ist verdreckt,

 Zum Wohle des Menschen überall auf der Welt

 Sind Tiere zum Freiwild erklärt!

 

 Die Welt kollabiert mit zunehmenden Folgen,

 Der Körper der Erde ist zersetzt von Geschwür!

 Wir haben nur dieses kleine blaue Haus,

 Wir sind doch ein Teil unsrer Mutter – Natur!

 

 Wir sollen das Haus beschützen und hegen!

 Die Erde soll leben von Freude geprägt!

 Es soll auch Zukunft für die Anderen geben,

 Die es nach uns hierher 

 Auf die Erde verschlägt!

2. Mai 2013
von Gile de Mufré
Keine Kommentare

In einem alten Märchen stand stolz ein altes Schloss

In einem alten Märchen stand stolz ein altes Schloss.

 Das Schloss bewohnte ein Mädchen, das ihr Dasein genoss.

 Es träumte von der Liebe und von dem Sonnentag,

 In dem ein schöner Jüngling vor ihrem Antlitz erscheint.

 Es träumte von der Hochzeit, welche eines Tages wird,

 Vom Märchenprinz, der das Mädchen zur eignen Frau nimmt.

 

 Verflogen viele Jahren, das Mädchen wurde alt,

 Der Prinz war nicht zu sehen, nicht nah, nicht weit, nicht breit.

 Das Bildnis junger Jahre verblasste mit der Zeit,

 Das Schloss mit altem Mädchen stand mitten im Verfall.

 

 Oh, Mädel, liebe Jungfer, es tut mir ja so leid,

 Das Du die langen Tage noch wartest, hoffst und bangst.

 Dein Prinz ist hoch zu Pferde und ist ein stolzer Mann,

 Er reitet aus der Ferne so schnell, wie er nur kann.

 

 Und eines Wintertages mit Schnee und mit Sturm,

 Ein Ritter mit der Rüstung stand plötzlich vor der Tür.

 Sein alter treuer Gaul verstarb vor langer Zeit,

 Sein alter müder Körper die Wunden aufweist:

 Die Rüstung durchgerostet, der kahle Kopf im Wind,

 Zahnloser Mund, ein krummes Bein, auf einem Auge blind!

 

 Doch wie in allen Märchen: die Keusche küsst den Frosch

 Und plötzlich, oh ein Wunder, Verwandlung setzt ein forsch!

 Die Beide wurden jünger und sind ein Schönheitspaar,

 Die Hochzeitsglocken, Gäste, das „Ja!“- Wort vorm Altar!

 Die fröhliche Familie, das Kindesglück für Beide

 Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch weiter!

 

 Ja! Das ist ein Märchenbuch und wie ist es im Leben? 

 

 In einem Stadtteil steht ein grauer Wohnblock: die Wohnung ist zu klein,

 Die Eltern schuften täglich für Miete und das Sein.

 Sie haben eine Tochter, die Kinderzimmer teilt,

 Die Schule, strenger Vater, die Mutter ständig weint.

 

 Sie träumt von schönen Dingen, von einem Hochzeitstag,

 Von Märchenprinz, das Mädchen befreit von dem Alltag.

 Und eines schönen Tages kommt hübscher Kerl vorbei,

 Er nimmt sie in die Zukunft mit, befreit von Allerlei!

 

 Aus Mädchen wurde Frau, das Auto, das Geld,

 Das Kind, die schöne Wohnung, die Reisen um die Welt!

 Der Bursche ist sehr fleißig, wird alles angeschafft,

 Die Arbeit ist ermüdend und kostet Körperkraft!

 

 Und eines Tages hört er:“ Nein, Du bist kein Prinz!

 Du bist zu alt geworden und mich bei Dir vergiss!“

 „ Oh je, Du meine Frau, Ich bin’s, Dein lieber Kerl!

 Ich bin doch Dein Befreier, Ich gab mein’ Jugend Dir!“

 

Die Antwort war ernüchternd mit Stimme wie aus Stahl:

 „Dein Bauch, Rheumatismus, bist nicht Mein Ideal!

 Ich geh’ zum schönen Prinzen mit weißem Ross im Stall!“…

 

 … So ist die Lebenswahrheit, das Märchen ist es nicht,

 Doch wie man nimmt mit Wahrheit, mit Standpunkt und mit Sicht?

 Wo liegt das wahre Leben, im Märchen oder hier?

 Dies sollst Du selbst erraten,

 Die Frage stell ich Dir!

2. Mai 2013
von Gile de Mufré
Keine Kommentare

Die Poesie ist nicht nur einander gereimter Text

Die Poesie ist nicht nur einander gereimter Text,

 Die Poesie ist mehr des Wortes – Kunst:

 Mit Rhythmus und mit Klang versucht der Schreiber zu gewinnen

 Den Dichtungs-Sinn und die Buchstaben-Gunst.

 

 Geschafft! Durch Schweiß und Tränen, durch schlaflose Nächte

 Ist das Werk vollendet – jetzt geht’s zur Korrektur

 Und Dichter mit den zitternd’ Händen

 Gibt weg die Blätter seiner edlen Partitur.

 

 Der Schreibtischtäter liest, die Meinung wird gebildet,

 Mit rotem Stift gekritzelt hin und her,

 So landen Blätter wieder bei dem Dichter:

 Die Arbeit fängt von vorn an hinterher!…

 

 Nach langer Zeit, Gedicht ist endlich fertig, gedruckt,

 Das Schaffenskind erblickt die raue Welt.

 Die Kritiker bemerken neues Werken

 Und ihrerseits beschreiben, was es an sich hält:

 

 Kritik besteht beim Reim und bei dem Thema,

 Beim Stil und Allem, was man hat,

 Wozu nur Dichter eignen Schweiß und Tränen

 Verbrauchte und zu Papier gebracht?…

 

 Das ist das Schicksal jedes kleinen Künstlers,

 Der aus der Reihe tanzt und etwas hinterlässt,

 Der unser Leben durch die Kunst verschönert,

 Obwohl der Wind ihm ständig gegens Antlitz bläst.

 

 Der arme Dichter könnte ruhig leben:

 Familie und Kinder, Haus, schöne Aussicht,

 Doch manchmal kommt zu ihm die kleine süße Fee

 Und bittet zärtlich: „Schreib mal ein Gedicht!“

2. Mai 2013
von Gile de Mufré
Keine Kommentare

Die kleinen Dinge des irdischen Lebens

Die kleinen Dinge des irdischen Lebens

 Sind wichtig für jedes menschliche Wesen:

 Ein Lächeln, ein Trost und ein freundliches Wort

 Bewirken oft Wunder bei Leiden und Not,

 Umarmung, Streicheleinheiten und Kuss

 Verleihen Körper und Geist reine Lebenslust

 Und kräftiger, aufrichtiger Händedruck

 Gibt Zuversicht für die Zukunft, gibt ’nen positiven Ruck.

 

 Der Mensch irrt sich, weiß bis heute noch nicht,

 Was soll er eigentlich mit den Jahren in Sicht?

 Wozu überleben, wenn später man stirbt?

 Wie soll man verleben das Leben mit Licht?

 

Erfolg – Niederlage, Abschied – Wiedersehen, Freude und Leiden

 Sind nur die Momente des Ewigkeitsreigens.

 Wahrscheinlich der Zweck unsres irdischen Wesens ist

 Versuchen zu meistern das täglich Brot Leben.

2. Mai 2013
von Gile de Mufré
Keine Kommentare

Ein großer König regiert die Welt,

Ein großer König regiert die Welt,

 Wie Midas verlangt er nach Reichtum und Geld.

 Zahlreiche Armeen schickt ständig ins Feld,

 Um mit Feuer und Schwert zu unterjochen die Welt!

 

 Sponsoren ankleiden die Krieger für Schlacht.

 Nach Gold wird gejagt und dem König gebracht.

 Das Bollwerk zerschmettert Verteidiger-Heer,

 Durch Taktik und List findet Schlüssel zur Wehr.

 

 Im Groß – Colloseum wird gefeiert der Sieg,

 Zahlreiche Anhänger einstimmen das Lied,

 Das Fernseh-Recht wird verkauft fürs Geld

 Und Live-Übertragung verschickt in die Welt.

 

 Der König ruht stolz auf’m goldenen Thron,

 Bewacht von der Garde, genießt eignen Lohn.

 Die Nachricht fürs Volk wird in Eile erstellt,

 Dass König Fußball regiert diese Welt!

2. Mai 2013
von Gile de Mufré
Keine Kommentare

Das Auto ist des Mannes liebstes Kind!

Das Auto ist des Mannes liebstes Kind!

Es wird geputzt, bewundert und gewartet,

Es wird mit großem Aufwand verwaltet.

 Es glänzt und ist ein Stern im Universum,

 

Verlangt nach ständig großem Pensum

 An Arbeit, Schweiß, Geduld und Tränen,

 Und Hand-Breit-Glück, das muss man hier erwähnen.

 

 So rollt das Glückskind glatte Straßen

 Vorbei an Frauen, die erblassen

 Von Neid und Wut und vom Desaster,

 Das für die neuen Stöckelschuhe

 Bleibt übrig nur noch Kopfsteinpflaster!

 

 …Der Weg ist steinig, die Dame soll es büßen!

 Ja, sie bekam schon platte Füße,

 Mit Jacke, Hose, Kurzfrisur,

 Mit breiten Schultern in Statur –

 Das ist die Frauenstruktur!

 

Sie unterscheidet sich nicht weiter

 Von einem Bodybuilderfighter!

 Mit „Holz“, Gesäß und Rucksack ist sie sehr

 Gefährlich in dem Allgemeinverkehr!…

 

 …Verkehrsunfall! Ein Unglück ohne Gleichen!

 Doch für das Liebste ist gesorgt:

 Werkstätten stehen stramm für es!

 Bedeutend mehr, als Ärzte für den Rest!

 

 Reparatur: ein wildes Abenteuer

 Entwickelt sich zum Ungeheuer,

 Die Rechnung mit der Mehrwertsteuer,

 Mit Probefahrt, ASU und TÜV,

 Mit Stempel – ist Checkheft geprüft!

 

 O, liebstes Kind – Du Wirtschaftsfaktor,

 Du – Busenfreund, Du hast Charakter!

 Du bist nicht diese Straßenfrau,

 Du stehst mit Stolz in jedem Stau!

 Im Übrigen: beim Wörtchen „Frau“

 Am Wörterschluss steht Silbe „Au“,

 Beim „Auto“ jedoch steht’s „O“!…

 

 …So sprach der Mann, vergaß nur zu erwähnen:

 Sein Spielzeug endet mit dem „O“,

 Das Wort beginnt jedoch mit „Au“!

 

2. Mai 2013
von Gile de Mufré
Keine Kommentare

Die Erde ruht

Die Erde ruht, der Friede füllt den Raum.

Die schwarze Amsel träumt vor sich im Baum.

Wie kleine Kerzen funkelt Licht der Sterne

Und rundes Mondgesicht betrachtet weite Ferne.

 

Die Nacht bedeckt die Welt mit sanftem Schleier,

Sogar der alte Wind hört auf mit dem Geleier,

Die Wälder und die Wiesen füllen sich mit Klängen -

Es ist das Freudelied, die Nachtigallgesänge.

 

Sie singt vom Frieden in der Welt und von der Liebe,

Vom Glück des Lebens und ganz einfach vom Dasein

Und die Natur bleibt still, sie lauscht dem schönen Trillern

Mit Heiden, Feldern, Gärten und mit Hain:

So schlicht, so schön mit viel Koloratur

Singt kleiner Vogel eigens komponierte Partitur.

 

Das Lied zu Ende, die Nachtigall verstummt,

Es schimmert… Wind bewegt die Wetterfront,

Aurora zeigt sich in der Morgenröte

Und erster Sonnenstrahl durchleuchtet Horizont.

 

Der Nebel steigt ganz langsam auf,

Der neue Tag bricht ein, die neue Kraft ist da,

Doch diese Hoffnung und der Mut zum Leben

Ersingt an jedem Abend unsre kleine Nachtigall!